Vier Medaillen und einige Top-Platzierungen erreichten unsere Sportler vom Team NRW beim 33. ISAS 2017 im LLZ Dortmund.

Mit insgesamt elf Sportlerinnen und Sportlern ging das Team der Fachschaft NRW an den Start. Der Internationale Saisonauftakt der Sportschützen, kurz ISAS, ist das erste Kräftemessen im Kleinkaliberbereich, sowie eine wichtige Orientierung in den Luftdruckdisziplinen. Nationalkadertrainer aus Deutschland und aus vielen anderen Nationen, wie beispielsweise Brasilien, Italien, Ukraine oder Frankreich, darf der Westfälische Schützenbund als Gastgeber des Events begrüßen.

Direkt zu Beginn des ISAS durfte der einzige Sportler im Erwachsenenbereich Pistole für die Fachschaft sich über internationales Edelmetall freuen. Patrick Meyer (Köln, Foto) konnte, nachdem er als Siebter des Vorkampfes mit 541 Ringen ins Finale der besten Acht eingezogen war, mit 207,7 Ringen die Bronzemedaille erringen. Er setzte sich damit gegen internationale Größen wie beispielsweise Viktor Bankin aus der Ukraine oder Giuseppe Giordano aus Italien, welcher in Dortmund auch schon Gold mit nach Hause genommen hatte. Mit der Luftpistole am Folgetag wurde Patrick Meyer mit einem Ergebnis von 563 Ringen auf Platz 19 notiert.

Ebenfalls bereits im Erwachsenenbereich startend konnte sich Alexander Thomas (Essen) mit seinem einzigen Start auf dem 33. ISAS mit dem Luftgewehr beweisen. Sehr gute 624,0 Ringe führten zum Finaleinzug als Fünftplatzierter. Hier fand der junge Nordrheinwestfale nicht in seinen Wettkampf. Mit 121,1 Ringen musste er sich als erster aus dem Finale verabschieden. Die Österreicher Alexander Schmirl und Bernhard Pickl machten die Range eins und zwei unter sich aus.

Eine Bronzemedaille hieß die Ausbeute nach dem Erwachsenenwochenende. Konnten die Junioren hier nachlegen oder mussten sie sich der international starken Konkurrenz geschlagen geben? Gekämpft haben alle Junioren, keine Frage, doch einige belohnten sich sogar mit einer Medaille für die vielen Trainings und Anstrengungen.

Der Schnellfeuerschütze Melvin Beckers (Methler, Foto) qualifizierte sich mit 511 Ringen in das Finale der besten vier Schützen, gleich zu Anfang der Juniorenwettbewerbe. Hier belegte er mit sechs Treffern den dritten Platz und freute sich zu Recht über die Bronzemedaille. Der Rheinländer Richard Amend, der als bester des Vorkampfes mit 525 Ringen eingezogen war wurde Zweiter mit zehn Treffern und der Franzose Laurent Cussigh holte sich mit zwölf Treffern Gold.

Am gleichen Tag gingen ebenfalls die Sportler mit der Freien Pistole an den Start. Für Jan-Hendrik Waldvogt (Lothe) stand die Mission „aus Silber mach Gold“ auf dem Programm. Im letzten Jahr holte er sich mit 181,0 Ringen die Silbermedaille nach 527 Ringen im Vorkampf. In diesem Jahr dann ein kleiner Rückschlag, denn nach 522 Ringen im Vorkampf qualifizierte sich Jan-Hendrik zwar für das Finale, schied hier jedoch mit 142,1 Ringen als Sechsplatzierter aus. Mit der Luftpistole stand dann sogar die Titelverteidigung an. Jedoch musste sich Jan-Hendrik nach staken 566 Ringen im Vorkampf und einem Ergebnis von 153,5 Ringen im Finale der starken Konkurrenz auf Platz sechs geschlagen geben. Aesdan Evans aus Schottland holte sich den Titel vor Jakub Rabczuk aus Polen, nachdem er die Führung erst mit Schuss 14 übernahm, diese jedoch nicht wieder abgab.

Jan Hendriks jüngerer Bruder Sven-Oliver Waldvogt durfte sich  in diesem Jahr ebenfalls auf dem internationalen Parkett beweisen. Nachdem er bereits bei der Intershoot in Den Haag gute Leistungen gezeigt hat ließ in Fachschachtstrainer Hans Bohne auch beim ISAS an die Feuerlinie. Mit 539 Ringen lieferte Sven-Oliver eine ordentliche Vorstellung und belegte einen guten Platz 13. Sein NRW-Kollege Melvin Beckers belegte hier mit 538 Ringen Platz 14.

Zweimal Bronze also für die Fachschaft, das war doch schon Mal nicht schlecht. Unsere Juniorinnen mit dem Gewehr packten hier noch einen drauf. Zwar nicht in dieser Disziplin 50m Liegend, doch schon hier wurden gute Platzierungen eingefahren. In einem Starterfeld von 83 Juniorinnen belegte Anna Janshen (Kevelaer) mit 616,0 Ringen Platz zwölf und erreichte hier somit die beste Platzierung für die Fachschaft NRW. Lara Heiden (Aachen) belegte mit 601,0 Ringen Platz 44.

Am darauffolgenden Tag wollte es die noch in der Jugendklasse notierte junge Sportlerin wissen. Mit 578 Ringen qualifizierte sich Anna Janshen (Foto m.) für das Finale, welches sie im Anschluss mit einem Abstand von 0,9 Ringen und einem Endergebnis von 450,7 Ringen vor Johanna Tripp und Sara Lechner, welche für das Team Deutschland an den Start gingen, gewann. Josefine Weber (Kevelaer) wurde zweibeste aus dem Team NRW mit einem Ergebnis von 572 Ringen auf Platz 18. Lara Heiden beendete ihren Wettkampf auf Platz 25 mit 567 Ringen.

Mit dem Luftgewehr schaffte es Josefine Weber auf Platz 24 mit 408,9 Ringen, Lara Heiden schaffte es auf Platz 33 mit 407,0 Ringen und Katarina Rekers (Dorsten) belegte Platz 39 mit 406,0 Ringen. Eine Schippe auf ihren vorherigen Erfolg setzte Anna Janshen. Mit einem klaren Abstand von 4,4 Ringen und einem Ergebnis von 418,9 Ringen zog sie als beste in das Finale ein. Dort ließ sie ihren Konkurrentinnen keine Chance. Mit einem Start-Ziel-Sieg und einem Ergebnis von 248,9 Ringen gewann sie auch hier die Goldmedaille und darf sich als beste Sportlerin des Fachschaftskaders auf dem 33. ISAS 2017 feiern lassen. Zweite wurde hier die für Deutschland startende Sabrina Hößl mit 247,9 Ringen (Vorkampf 413,0 Ringe) und dritte wurde Selina Zimmermann aus Niedersachsen mit 226,2 Ringen (Vorkampf 411,6 Ringe).

Gratulation für die guten Platzierungen an die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler und für die kommenden Wettkämpfe „Gut Schuss!“.

Alle Ergebnisse finden Sie unter www.isas17.wsb1861.de